Enter your keyword

Die Geschichte des Handdrucks

Die Geschichte des Handdrucks

Handdruck ist die älteste Form des Textildrucks. Modeldruck, Direktdruck, Zeugdruck – viele Namen benannten in den letzten Jahrhunderten ein und dieselbe Technik. Muster, Formen, Ornamente wurden von Formenstechern in Druckstöcke aus Holz ab dem 14. Jahrhundert in Europa aus Holz geschnitzt und später im 19. Jahrhundert durch Kupfer- und Metallstege ersetzt.

Die Model wird mit Farbe versehen und auf den Stoff gebracht. Mit starkem Handdruck oder sogar mit einem Holzhammer wird das Muster der Model übertragen. Für scharfe Linien und Punktmuster werden im Holz zusätzlich Stifte und Bleche aus Messing angebracht, bei großflächigen Mustern findet man zwischen den Messingstegen auch Filzauflagen. Zum mustergetreuen Versetzen der Schablonen dienen Rapportstifte an den Ecken des Models.

Handdruck ist ein Hochdruckverfahren, dabei wird die stehenbleibende Form gedruckt und die Vertiefung wird nicht gedruckt. Modeldruck ist eine sehr alte Form des Handdrucks, die in sehr vielen Regionen der Welt gebräuchlich war oder auch noch ist. Vor der industriellen Revolution und den damit aufkommenden großen Manufakturen der Jaquadwebmaschinen war nur für Adel und Grossbürgertum üblich mit Mustern gewebte Kleidung und Alltagswäsche zu besitzen. Die einfache Bevölkerung bedruckte und bestickte ihre Textilien

Es ist eine einfache Technik, bei der es einiges zu bedenken gibt: die Auswahl der Stoffe und der Farben, soll der Stoff einfärbig oder mehrfärbig bedruckt werden und wie viele verschiedene Muster sollen auf den Stoff gedruckt werden. Schlussendlich muss die Anordnung des Musters auf dem Stoff überlegt und geplant werden. Hier gibt es viel Möglichkeiten, wie zB den Rapport, das Streumuster, das vollflächige Bedrucken oder auch der einzelne Druck eines Ornaments. Man kann davon ausgehen, dass zu allen Zeiten und bei allen Völkern Gewebe bemalt wurde. Leider wurde es nie so gewertschätzt wie Gewebtes, daher ist wenig Material überliefert.

Beim Siebdruck wird ein Rahmen aus Holz oder Aluminium mit einem sehr feinen Gewebe bespannt. Fotoemulsion auf das Gewebe aufgetragen, getrocknet und mit dem gewünschten Motiv belichtet. An der Stelle, die mit dem Motiv abgedeckt war, ist die Fotoemulsion nach der Belichtung abwaschbar – es entsteht eine Art Schablone. Nun wird Farbe mit einer Rakel durch das Gewebe durchgedruckt und auf dem darunterliegenden Stoff wird das Motiv abgedruckt. Vorteil dieser Technik ist die Möglichkeit einer sehr häufigen Wiederholung des Drucks.